Über mich

Verehrte Feinschmeckergemeinde,


Hach – wie oft wollte ich schon den amüsanten Urvater aller deutschen Fernsehköche, den unvergessenen, skandalträchtigen Clemens Wilmenrod, mit seiner legendären, in unnachahmlichem Pathos vorgetragenen Begrüßung zitieren.

Manch einer mag mich noch unter meinem Synonym „Shaney Mac“ kennen: Seit nunmehr achtzehn Jahren rezensiere und porträtiere ich Restaurants aller Couleur – stets mit Freude, Leidenschaft und einer Prise Ironie. Meine Kritiken sind fair und wertschätzend, aber auch nicht frei von einem Hauch sarkastischer Schärfe, wenn der Grad der kulinarischen oder menschlichen Unverschämtheit überschritten wird.

Schon seit meiner Kindheit begleitet mich ein geradezu intrinsisches Faible für Kulinarik und neue Geschmäcker. Obwohl mir das familiär keineswegs in die Wiege gelegt wurde, erzählen meine Eltern bis heute gerne, wie ich bereits als Sechsjähriger fasziniert den spärlich gesäten Kochsendungen der frühen Achtzigerjahre folgte – und etwa Monsieur Bocuse ehrfürchtig zusah, wenn der WDR seine Sendereihe ausstrahlte.

Gute Küche bedeutet für mich in erster Linie: gute Zutaten, Wissen, Hingabe und Liebe zum Produkt.
Daher schätze ich die Küchen des Mittelmeerraums über alles – und ein Besuch in einem traditionsreichen Landgasthaus im Elsass kann für mich den siebten Himmel bedeuten.

Doch so sehr ich die ehrliche Produktküche liebe, so sehr fasziniert mich auch die Kreativität und Raffinesse der Haute Cuisine. Beides hat seine Berechtigung, beides seinen eigenen Zauber.

Ich liebe Slow Food, alte und neue Kochbücher, inspirierende Begegnungen und alles Schöne, was das Leben bereithält – denn für das Gegenteil ist es zu kurz. Nicht nur für schlechtes Essen.

Meine Berichte sind, wie man es erwarten darf, nicht kurz, sondern richten sich an Leserinnen und Leser, die sich im Detail für die Küchen, ihre Stilistik und Historie, und nicht zuletzt für die Menschen dahinter interessieren.

Und gottlob – selbst in dieser schnelllebigen Zeit – gibt es davon noch immer viele.

Herzlichst,

Peter Christian Kühne