Restaurant, Brasserie & Bar C’est la Vie Solingen – Foie gras, Filet Rossini und Honigbrot: Die neue Karte ist da.

Für mich war das Anlass für einen erneuten Besuch an der Focher Straße: Vier Gänge habe ich diesmal probiert, begleitet von einem Aperitif und drei Weinen. Besonders gespannt war ich auf das Filet Rossini.

Was sich gegenüber der ersten Karte verändert hat und wie sich die Gerichte auf dem Teller und Gaumen präsentieren, habe ich mir genauer angeschaut.

Eine Brasserie mit klassischem Fundament

Wer meine bisherigen Texte über das C’est la Vie kennt, weiß, dass ich die Entwicklung dieses Hauses mit besonderem Interesse verfolge. Das Wort „Brasserie“ auf dem Schild hatte mich seinerzeit zum Anhalten gebracht.

Aus dem spontanen Besuch und dem ersten Gespräch mit Sepand und seiner Schwester Parand wurden eine ausführliche Verkostung und weitere Besuche, bei denen ich mich unter anderem einer ausgesprochen erfreulichen Zwiebelsuppe und sehr ernsthaften Schnitzeln widmete.

Eine gewisse persönliche Zuneigung zu dieser Adresse ist also längst vorhanden. Die neue Karte musste sich trotzdem erst einmal auf dem Teller bewähren.

Sepand hatte schon bei unserem ersten Gespräch erklärt, dass er zunächst möglichst viele Gäste für sein Restaurant gewinnen und die französische Ausrichtung anschließend deutlicher herausarbeiten wollte. Dafür bringt er das entsprechende Rüstzeug mit: Seine Jahre in Heidelberg, zunächst im Weißen Bock und später auch in der damaligen Sterneküche der Hirschgasse, haben ihn geprägt.

Fonds, Saucen und sorgfältige Produktbehandlung gehören bei ihm zum beruflichen Fundament. Auch seine persischen Wurzeln können in einer feinen Gewürzspur anklingen, ohne dass daraus gleich ein eigenes kulinarisches Programm werden muss.

Die neue Karte spricht deutlicher Französisch

Die zweite Karte setzt den angekündigten Weg erkennbar fort. Schon zuvor gab es mit Entenrillette, französischer Zwiebelsuppe, Gambas mit Rhabarber oder Zander mit Beurre blanc reichlich französische Bezüge.

Jetzt wird die Sprache noch eindeutiger: Tapenade d’Olives, Croque Monsieur, Salade Lyonnaise, Escargots de Bourgogne und gebratene Foie gras prägen die Vorspeisenauswahl.

Bei den Hauptgerichten kommen etwa eine geschmorte Lammhaxe mit Ratatouille und das Filet Rossini hinzu. Der Kabeljau wird in Nussbutter confiert und mit Pancetta, Speck-Fencheltee-Sud und Süßkartoffeln kombiniert. An die Stelle der Zwiebelsuppe ist eine Vichyssoise getreten, die kalte Kartoffel-Lauch-Cremesuppe mit Schnittlauch.

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